Beispiele, warum das Redigieren von Texten sinnvoll und notwendig ist
Überdruckregulierung: Klar haben Sie keine Zeit für so etwas und vermutlich auch Besseres zu tun. Jemand mit Macht sitzt Ihnen im Nacken und überall lauern Deadlines. Sie sind so im Stress, dass Sie sowieso nicht wüssten, wohin man das Komma jetzt setzt. Ihr Glück: Sie dürfen Schreibfehler machen so viel Sie wollen, denn es gibt ja die stressresistente und zuverlässige Lektorin an Ihrer Seite.
Schluss mit der Schreibweisenverwirrung: Ein Lektorat schafft endlich Einheitlichkeit! Vielleicht sind Ihre Leser ja ebenso große Sprachnarren wie Ihre Lektorin – und stören sich daran, dass in Ihrem Text „selbständig“ und „selbstständig“, „Potenzial“ und „Potential“ etc. ganz ungehemmt nebeneinanderstehen? Auch unterschiedlich große Abstände und bizarr formatierte Listen und Verzeichnisse werden dem Vereinheitlichungsdrang Ihrer Lektorin zum Opfer fallen.
Stricher aus Leidenschaft: Striche aller Art sind im Deutschen unabdingbar. Aber welchen davon verwende ich wann? Bindestrich oder Gedankenstrich? Lang oder kurz? Mit Leerzeichen oder ohne? Und apropos Leerzeichen: Wie sieht es vor und nach Schrägstrichen aus? Und wie schreibt man eigentlich apropos? Ihre Lektorin weiß die Antwort!
Ei, ei, ei: Sei ahnen nicht, wei oft deise driesten klienen Beister, „e“ und „i“ und veile andere Buchstabenkombinationen, vertuascht werden – mit fatalen Folgen!
Die lieben Freunde „das“ und „dass“: Ja, es gibt einen Unterschied zwischen „das“ und „dass“. Und der liegt in mehr als einem kleinen „s“. Punkt!
Fremdwörtliche Schieflage: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie sehr sie an einem heißen Sommertag doch „penetriert“ haben – obwohl Sie doch eigentlich transpiriert haben? Ja, auch die Überprüfung der korrekten Verwendung von Fremdwörtern ist im Lektorat inbegriffen!
Gleich und gleich gesellt sich gern: Es könnte ja sein, dass Sie statt „bereits“ stets „bereist“ oder statt „selbstständig“ immer „selbsständig“ schreiben. Das kommt alles vor. Ich bin sicher, diese Fehler tun Ihnen leid. Aber Ihre Lektorin sieht auch über diese kleinen Fauxpas nicht hinweg.
Schmerzhafte Gefühle: Gefühle sind eine feine Sache. Aber geizen Sie bitte damit, Satzzeichen nach Gefühl zu setzen. Ein, pauschales, Komma, nach, jedem, Wort, fördert, keinesfalls, die, Lesbarkeit, Ihres, Textes!
Traumvorstellung: Bitte verwenden Sie in keinster Weise Formulierungen wie „idealer Weise“. Das heißt, verwenden dürfen Sie sie. Nur bitte richtig geschrieben. Und auch, wenn Sie das nicht tun, findet Ihre Lektorin garantiert den Fehler. Auch den in „anderen Falls“ und in „desweiteren“
Keine halben Sachen: Der letzte Satz in vorangehenden Abschnitt endet ohne Punkt. Wie kann das sein? Nur wenige Menschen (darunter glücklicherweise Ihre Lektorin) haben den Unterschied zwischen vollständigen und unvollständigen Sätzen und deren korrekten Einsatz begriffen.
Mit Fug und Recht: Kennen Sie den korrekten Einsatz des Fugen-s? Nein? Ihre Lektorin kennt ihn und überprüft Ihre Texte dahin gehend. Auch wenn Sie nicht einmal wissen, was ein Fugen-s eigentlich ist.
PS: Sie können sich diese Hinweise auch durchlesen und danach die Dienste eines anderen Anbieters in Anspruch nehmen. Kein Problem. Was die mit Ihren Texten machen, weiß ich natürlich nicht – das Wichtigste ist aber, dass Sie Ihre Texte lektorieren lassen.